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Zum Verständnis des Massurrealismus
Dr. Florian Deltgen PhD, PD
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Massurrealismus ist eine Weiterentwicklung des Surrealismus, die stark von Massenmedien und Technology beeinflusst ist. Ein wichtiger Aspekt des Massurrealismus ist ein allen Massurrealisten gemeinsames Merkmal, die Verbindung von Mediensubjekten und Medientechniken mit dem Surrealen, die in jedem Künstler ihre individuelle Ausprägung findet. Es handelt sich um Techniken, die die Kluft zwischen den traditionellen und den neuen Medien überbrücken. Mit der Zeit werden neuere Medien und Technologien entwickelt werden. Allein schon die sich fortentwickelnde Computertechnik verändert die so genannten Massenmedien. Als eine weltweite Basis-Kunstauffassung folgt der Massurrealismus dieser Entwicklung und verkörpert dabei das Mysterium der Gegenwartsgesellschaft. Seine Inspiration ist eingebettet in den Ausdruck menschlicher Vorstellungskraft und Kreativität.
Salvador Dali sagte einmal Es gibt nur einen Unterschied zwischen einem Verrückten und mir. Ich bin nicht verrückt. Man könnte einwenden, dass das nicht stimmt. Es gibt noch einen weiteren Unterschied: der Verrückte ist kein Künstler. Hier liegt ein Ansatz zu einer ungewöhnlichen Definition der surrealistischen Kunst: Sie ist das Werk eines Künstlers, der kein Verrückter ist, der aber denkt und wahrnimmt wie ein Verrückter, der kein Künstler ist. Macht man sich klar, dass hiermit Surrealismus noch im Rahmen des lart pour lart und Künstler gemeint sind, die Pinsel, Ölfarben und Leinwand benutzten, dann wird Massurrealismus zur logischen, ja unausweichlichen Folge, wenn surrealistische Kunst als Mittel zum Zweck der Massenkommunikation in Massenmedien in einem Umfeld des Massenkonsums eingesetzt wird und wenn die prädigitalen Werkzeuge des Künstlers durch digitale ersetzt werden: Maus, Design-Software und moderne digitale Medien. Wenn Elemente der außermenschlichen Wirklichkeit mit Elementen menschlichen Träumens, Denkens und Fühlens verknüpft werden, allesamt von den Gesetzen der Physik, der Logik und der Zeit befreit, und angewandt zum Zweck der Massenkommunikation, der Konsumentenwerbung und der Unterhaltung in digitalen oder digitalisierten Massenmedien, dann ist das Ergebnis Massurrealismus.
Die digitalen Medien expandieren rasch in die Bereiche Ton, Taktilität, Geruch und Geschmack und selbst in die holografische Wirklichkeit. Dies wird die Theorie und Realität des Massurrealismus ausdehnen, so dass sie nicht nur subjektive und objektive Wirklichkeit umfassend wie vom menschlichen Geist erlebt widerspiegeln sondern auch umfassende virtuelle Wirklichkeiten des Geistes erschaffen, die nur durch die technischen Mittel begrenzt sind, mit denen sie erzeugt werden. So erscheint Massurrealismus als die unausweichliche Kunst der Zukunft vielleicht ihre letzte Grenze, bis die Zeit der gentechnischen semihominiden Cyborgs kommt, die nicht nur die Grenzen der heutigen binären Systeme sondern auch die der Funktionen des menschlichen Gehirns sprengen werden.02.27.2008
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